Alfen

Der jetzt von Caetano Bus aus Portugal vorgestellte Stadtbus H2.City Gold bereitet nicht nur den Weg in eine wasserstoffbasierte Gesellschaft, sondern stellt auch eindrucksvoll die Anpassungsfähigkeit des Toyota Brennstoffzellensystems unter Beweis, dessen Basis aus dem Brennstoffzellen-PKW Toyota Mirai stammt.

Die vom Mirai bekannten Stacks werden dabei auf dem Dach des H2.City Gold montiert und wandeln den in fünf insgesamt 37,5 Kilogramm fassenden Tanks gespeicherten Wasserstoff in elektrische Energie um. Damit fährt der Stadtbus bis zu 400 Kilometer weit, als Emission entsteht lediglich Wasserdampf. Beim Tankstopp lässt sich das Fahrzeug in weniger als neun Minuten mit bis zu 350 bar betanken.

Toyota Motor Europe (TME) arbeitet seit 2018 mit Caetano Bus an dem wasserstoffbetriebenen Modell. Mit dem Stadtbus erhalten Verkehrsunternehmen eine emissionsfreie Mobilitätslösung, ohne Kompromisse aufgrund von Ladezeiten oder hohen Lastbedingungen eingehen zu müssen. Der jetzt vorgestellte Prototyp wird in den nächsten Monaten in verschiedenen europäischen Städten eingesetzt, bevor er Mitte 2020 auf den Markt kommt.

Die Brennstoffzellentechnologie ist ein zentraler Teil der „Toyota Environmental Challenge 2050″. In dieser Unternehmensvision hat der japanische Automobilhersteller eine Reihe langfristiger Ziele zur Verringerung der CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge und seiner Werke festgeschrieben. Toyota entwickelt allein und in Zusammenarbeit mit Partnern verschiedene Brennstoffzellenfahrzeuge – von klassischen Pkw über Kleinlaster und schwere Trucks bis hin zu Gabelstaplern und Bussen.

Gemeinsam mit dem US-Truck-Spezialisten Kenworth wurde beispielsweise ein Brennstoffzellen-Lkw für den schadstofffreien Fracht- und Güterverkehr vorgestellt. Auf dem Heimatmarkt in Japan hat Toyota zudem für die Handelskette Seven-Eleven einen 6,19 Meter langen Truck entwickelt, zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio kommt zudem der neue Brennstoffzellenbus Sora zum Einsatz.